Herstellung, Tradition & Geschichte

Tempeh - großartiger Nährwert und Vielfalt

Die Herstellung von Tempeh ist ein aufwendiger Prozess. Man lässt Hülsenfrüchte quellen, kocht sie, trocknet sie wieder und versetzt sie mit einer Starterkultur. Die Rohware wird in Beutel gefüllt bzw. mit einem Bananenblatt umwickelt. Man lässt das Ganze 24 Stunden bei ca. 30°C in einem abgedunkelten Raum liegen - et voilà - Tempeh ist fertig. Hört sich in der Theorie einfach an, erfordert aber in der Praxis viel Übung und Fingerspitzengefühl, denn jede Hülsenfrucht benötigt unterschiedliche Bedingungen. Probiert es doch selbst einmal aus!

Richtig zubereitet ist Tempeh mit seinen großartigen Nährwerten und seiner hohen Vielfalt an Zubereitungsmöglichkeiten ein Produkt mit einer großartigen geschmackliche Vielfalt.

Geschichte als indonesisches Nationalgericht

Man findet verschiedene Angaben über die Entstehungsgeschichte von Tempeh. Gesichert scheint, dass Tempeh irgendwann vor 500–1500 Jahren bei der Tofu-Herstellung entdeckt wurde. In den Resten der Sojabohnen, die zur Tofu-Herstellung genutzt wurden, nistete sich ein weißer Edelschimmel-Pilz ein (Rhizopus Oligosporus). Nach vermutlich langen Beratungen der Dorfältesten, ob die Sojareste trotzdem noch genießbar wären, muss sich ein Freiwilliger zum Probieren gefunden haben. Nachdem dieser das Tempeh-Experiment bei bester Gesundheit überstanden hatte, war die neue Spezialität geboren.

Die Vorteile von Tempeh gegenüber Tofu waren sofort offensichtlich: Es können die ganzen Sojabohnen verwendet werden, der Herstellungsprozess ist relativ einfach, es ist fermentiert, leichter verdaulich, enthält viele Ballaststoffe und ist - ähnlich dem Tofu - ein hochwertiger, veganer Eiweißlieferant. Innerhalb kürzester Zeit wurde Tempeh mit seinen vielfältigen Möglichkeiten zum indonesischen Nationalgericht.

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